In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Verbreitung der Flusskrebse in der Schweiz stark verändert, insbesondere auf Grund menschlicher Einwirkung. Durch die Verschlechterung des Lebensraums, gefolgt von der Einführung resistenterer fremder Arten, verschwanden zahlreiche Populationen der drei autochthonen Flusskrebsarten Edelkrebs (Astacus astacus), Dohlenkrebs (Austropotamobius pallipes) und Steinkrebs (Austropotamobius torrentium).
Drei fremde und resistentere Flusskrebsarten breiten sich in den Schweizer Gewässern zunehmend aus und verdrängen dabei die einheimischen Arten: der Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus), der Kamberkrebs (Orconectes limosus) und der Rote Amerikanische Sumpfkrebs (Procambarus clarkii). Diese ursprünglich aus Nordamerika stammenden Arten übertragen die für die einheimischen Flusskrebse tödliche Krebspest, ohne selbst daran zu erkranken. Das Vorkommen einer weiteren in der Schweiz nicht einheimischen Art, des Galizierkrebses (Astacus leptodactylus), scheint tendenziell rückläufig zu sein.
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