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Fischernetze als Fallen |
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Hamburg, 06.10.2005: Der Skandal ist hinlänglich bekannt: Die industrielle Fischerei leert mit ihren Fangmethoden unsere Meere - gegen jede ökologische und ökonomische Vernunft. Jetzt dringt ein weiterer schockierender Umstand an die Öffentlichkeit: Im Nordatlantik werden rund 70 Prozent der Fänge noch nicht einmal an Bord geholt. Die Fische verrotten in herrenlosen Netzen. |
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Stellnetze sind im Prinzip riesige Wände von teils mehr als 250 Kilometern Länge. Die Fische verfangen sich in den Maschen. Dort ersticken sie qualvoll, denn Fische nehmen den nötigen Sauerstoff über den Wasserdurchfluss durch ihre Kiemen auf. Dieser Durchfluss wird blockiert, wenn sie feststecken. Die Tiere verwesen und werden durch die Maschen gespült. Aber nicht nur Fische ereilt dieses Schicksal: Hängen bleibt alles marine Leben, was größer ist als die Maschenweite. |
Walfisch im Stellnetz |
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Warum die Netze nicht eingeholt werden, bleibt offen. Doch nach den Worten der Greenpeace-Meeresexpertin Stefanie Werner "deutet alles darauf hin, dass die Fischer viel mehr Netze ausbringen, als sie einholen und als Ladung unterbringen können. Oder sie finden ihre Netze schlicht nicht wieder." |
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Das Problem ist nicht allein ein europäisches. Die Deepnet-Forschungen konzentrierten sich zwar auf die Stellnetzfischerei westlich und nördlich von Großbritannien und auf Irland rund um Rockhall und die Hatton Bank. Doch Stellnetzfischerei wird an vielen Orten der Welt betrieben. Verbindliche Regeln fehlen oft. Zudem ist die Deepnet-Studie eine der ersten zu diesem Thema. |
Schweinswale häufige Opfer in Stellnetzen |
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