Der Irawadi-Flussdelfin
| Populärname | Irawadidelfin |
| Wissenschaftlicher Name | Orcaella brevirostris |
| Lebensraum - Gewässer |
Küsten von Bangladesch, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Malaysia, Indonesien, Palawan, Neuguinea und Nordaustralien. |
Merkmale
Obwohl dieser Delfin nach einem Fluss, dem Irawadi, benannt ist, handelt es sich bei ihm um keinen echten Flussdelfin.
Die Länge dieses Delfins liegt bei 2,30 Meter, mit bis zu 2,75 Meter. Das Gewicht reicht bis zu 150 Kilogramm. Der Kopf ist rundlich, ohne die delfintypische Schnauze und ähnelt der Kopfform des Weißwals. Die Körperfarbe ist grau, wobei verschiedene Varianten von einem blassen Weißlichgrau bis zu einem dunklen Schiefergrau vorkommen. In manchen Regionen wird der Irawadidelfin auch als „Fluss-Schwein“ bezeichnet.
Lebensweise
Irawadidelfine haben keine langen Tauchzeiten. Sie kommen etwa einmal je Minute zum Luftholen an die Oberfläche, wobei sich nur ihr Kopf und Rücken zeigt. Sie springen nie, folgen aber gelegentlich Booten. Ihre Nahrung besteht aus Krebstieren, die aus dem Bodenschlamm gewühlt werden. Daneben werden auch Fische und Kopffüßer gefressen. Wie andere Delfine auch leben Irawadidelfine in Schulen, die aus bis zu sechs Tieren bestehen, vereinzelt wurden auch Schulen mit 15 Tieren beobachtet. Gelegentlich werden aber auch einzelne Tiere gesehen, vor allem in den Flussläufen.
Die Irawadidelfine haben durchschnittlich alle zwei Jahre ein Junges.
Gefährdung
Über die Populationsszahlen des Irawadidelfins ist wenig bekannt. In den meisten Ländern seines Verbreitungsgebiets steht er unter Schutz. Allerdings verfängt er sich häufig in Fischernetzen und erstickt. In manchen Gegenden wurde er hierdurch fast ausgerottet, so im Mekongdelta. Auch die geographisch isolierte Population Palawans wird von der IUCN als gefährdet („vulnerable“) eingestuft. Sedimentation, starker Schiffsverkehr sowie umweltschädliche Fangmethoden sind einige Gründe, warum die Population beständig abnimmt.
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