Der Indus-Flussdelfin
| Populärname | Indus-Flussdelfin |
| Wissenschaftlicher Name | Platanista minor |
| Lebensraum - Gewässer | Nur im Süsswasser: Indus |
| Länder | Pakistan |
Beschreibung
Der Indus-Delfin ist eine kleine graubraune Art, mit einer langen, schmalen Schnauze, an der selbst bei geschlossenem Mund, lange, scharfe Zähne sichtbar sind. Die Mundlinie zieht am oberen Ende des Kiefers nach oben, was den Eindruck erweckt, die Tiere würden lächeln. Die Tiere besitzen keine Rückenfinne, bilden aber stattdessen einen niedrigen dreieckigen Buckel aus, der weit hinter der Körpermitte sitzt. Die Augen des Bhulan sind klein, und werden nur benutzt, um die Richtung und Helligkeit von Licht wahrzunehmen. Sie sind nutzlos für die Unterscheidung von Nahrung oder kleineren Details, die jedoch auch mit guten Augen nicht wahrgenommen werden könnten, da das Wasser des Indus so schlammig ist. Die Delfine verlassen sich deshalb bei der Orientierung und Nahrungssuche auf die Produktion von „Geräuschbildern“(eine Fähigkeit, die als Echolokation bezeichnet wird, und der Jagdmethode von Fledermäusen ähnelt). Der Bauch der Tiere ist rundlich, und ist manchmal rosa gefärbt. Die Brustflossen des Indus-Delfins sind breit und paddelförmig und zeigen eine wellenförmige Kante, den Fingern ähnelnd.
Verbreitung
Diese Flussdelfinart lebt nur im Indus, der die Provinzen Punjab und Sind in Pakistan (Asien) durchfließt. Hauptsächlich werden sie zwischen den Dämmen Sukkur und Guddu, einer 170 km langen Strecke, gefunden. Die Dämme wurden in den 30er Jahren erbaut, um Felder zu bewässern und Energie zu liefern. Durch den Bau trennte man jedoch auch die Delfinpopulation des Flusses und nahm den Tieren ihre freien Bewegungsmöglichkeiten.
Populationsgrösse
Wahrscheinlich existieren traurigerweise nur noch zwischen 500 und 700 Indus-Delfine in ihrem ursprünglichen Lebensraum. IUCN listet den Indus-Delfin als eine der fünf unmittelbar vom Aussterben bedrohten Walarten.
nach oben


